Open Production Systems

 

Ein Assistenzsystem für die Bewertung und Gestaltung der Offenheit und des Vertrauensniveaus zwischen Supply-Chain-Partnern

Ein Projekt des Exzellenzclusters “Internet of Production”

  Open Production Systems - Produktionstechnik Urheberrecht: Dr. Martin Riedel, link: https://www.iop.rwth-aachen.de/cms/Produktionstechnik/Forschung/~rgqp/Struktur-des-Forschungsprogramms/

Obwohl in der modernen Produktionstechnik große Mengen an Daten vorhanden sind, sind diese weder einfach zugänglich, interpretierbar, noch so vernetzt, dass daraus Wissen generiert werden kann. Dem IoP liegt die Vision zugrunde, ein neues Niveau der domänenübergreifenden Kollaboration zu ermöglichen. Das IoP bietet dabei die echtzeitfähige, sichere Informationsverfügbarkeit aller relevanten Daten zu jeder Zeit, an jedem Ort und gilt als das Kernstück der Industrie 4.0. Das IoP ebnet so den Weg in eine neue Ära der Produktion.

Das Forschungsprojekt „Open Production Systems“ ist Teil der Cluster Research Domain “Produktionsmanagement” (CRD-B3) innerhalb des "Internet of Production". Die übergreifende Vision des Projekts ist die drastische Steigerung der Entscheidungsqualität in unsicheren Geschäftsumgebungen durch die Verbesserung der Produktionsstrukturen mittels intelligenter Assistenzsysteme. Die Forschungsfrage dieses speziellen Teilprojekts lautet: "Wie kann die Offenheit in Bezug auf den Datenaustausch im Produktionsnetzwerk erhöht werden, um Informationsasymmetrien zwischen den Mitgliedern einer Lieferkette zu verringern?" Ziel ist es, den Status quo einer Geschäftsbeziehung zu bewerten und praktische Empfehlungen für eine bessere Zusammenarbeit in der Lieferkette zu geben.

  Open Production Systems

Denn Unternehmen sind mit einem zunehmend dynamischen Marktumfeld und komplexen Wertschöpfungsbeziehungen konfrontiert. Der überbetriebliche Datenaustausch und die Kollaboration der verschiedenen Akteure stellen wesentliche Erfolgsfaktoren für Unternehmen dar. Ein mangelnder Datenaustausch und daraus entstehende Informationsdefizite verursachen Probleme in Lieferketten. Gleichzeitig können Prozesse und Entscheidungen durch die Nutzung zusätzlicher Informationen von Supply-Chain-Partnern maßgeblich verbessert werden. Der Grad der Öffnung gegenüber Dritten wird dabei wesentlich vom Vertrauen zwischen den Unternehmen beeinflusst. Daher entwickeln wir ein Assistenzsystem für die Bewertung und Gestaltung der Offenheit und des Vertrauensniveaus zwischen Supply-Chain-Partnern. In unserer App geht es darum bestehende Supplier-Beziehungen bezüglich Offenheit und Vertrauen zu bewerten, um konkrete Herausforderungen bezüglich des sogenannten „Bullwhip“ Effekts in der Lieferkette zu minimieren.

Für die Validierung des App-Prototypen suchen wir zurzeit interessierte Unternehmenskontakte, die in der Produktion tätig sind (oder anderweitig im Austausch mit Supply-Chain-Partnern stehen), und unsere App gerne testen möchten. Auf Grundlage dieser völlig anonymen Datenerhebung sollen Vorschläge für die weitere Entwicklung ausgearbeitet werden (z.B. Clusteranalyse von Nutzungstypen, User Experience and Design, konzeptionelle Verfeinerungen von Skalen und Anpassung der Variablen, Ausweitung des Anwendungsbereichs auf größere Produktionsnetzwerke, etc.).