TraumAInterfaces

  Roadmap TraumAInterfaces  

Die Behandlung polytraumatisierter, d.h. mehrfach und lebensbedrohlich verletzter, Patienten erfolgt gerade in der Akutphase unter großem Zeit- und Entscheidungsdruck. Dabei ist die verbale Kommunikation das Grundelement für die Verständigung und der Informationsübertragung zwischen den behandelnden Personen, sowohl bei der Anmeldung, der Übergabe von der notärztlichen Versorgung an das Schockraumteam, als auch während der Behandlung und der Übergabe an die Intensivstation. Gerade an diesen Schnittstellen der Polytraumaversorgungskette sind die Informationsverluste in der verbalen Kommunikation groß. An diesem Punkt setzt das vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) geförderte TraumAInterfaces Projekt an. Ziel ist es ein KI-basiertes System zur Erfassung, Transkription und Strukturierung der verbalen Kommunikation in der Polytraumaversorgung prototypisch zu entwickeln und zu erproben. Im Vordergrund steht dabei insbesondere die realitätsnahe Erprobung der Prototypen zur automatisierten Erfassung, Transkription und Strukturierung der verbalen Kommunikation entlang der Polytraumversorgung. In dem Projekt werden insbesondere die Systemperformance, die -akzeptanz und seine Wirkung näher untersucht. Um den Prozess nachhaltig zu verbessern, sollen dabei unterschiedliche Perspektiven und Stakeholder (Algorithmus, behandelndes Team als Nutzer und Behandlungsprozess) miteingebunden und berücksichtigt werden. Im Zuge dessen arbeiten verschiedenste Partner aus den Bereichen Unfallchirurgie, Anästhesie und Experten aus medizinischer Aus- und Weiterbildung, KI-basierter Sprachtechnologien, kognitionspsychologischer Multitasking-Forschung und Technologie- und Innovationsmanagement interdisziplinär zusammen. Die Interdisziplinarität verknüpft Wissenschaft und Industrie und bringt beide Seiten näher zusammen.