Technology roadmap deployment : eine Methodik zur Unterstützung der integrierten strategischen Planung technologischer Innovationen

Aachen / Publikationsserver der RWTH Aachen University (2007, 2008) [Doktorarbeit]

Seite(n): LXXIX, 329 S. : Ill., graph. Darst.

Kurzfassung

Zielsetzung der Doktorarbeit ist die Entwicklung einer theoretisch fundierten Methodik zur Unterstützung der integrierten strategischen Planung technologischer Innovationen für Industriegütermärkte. In Kapitel 1 wird das Forschungsvorhaben erläutert. In Kapitel 2 wird im Anschluss an die Darlegung der notwendigen theoretischen Grundlagen das Verständnis des Markt- bzw. Nachfragesog- und des Technologiedruck-Paradigmas und der Außen-Innen- und Innen-Außen-Planung erarbeitet. Das Kapitel 2 gibt dem Leser auf diesem Weg ein fundiertes theoretisches Verständnis der integrierten strategischen Planung technologischer Innovationen mit auf den Weg. Das in Kapitel 2 erarbeitete theoretische Verständnis wird in Kapitel 3 verwendet, um Anforderungen an Konzepte für die integrierte strategische Planung technologischer Innovationen zu formulieren. Danach werden etablierte Planungskonzepte (Portfolioanalyse, Quality Function Deployment, Szenariotechnik und Technologie-Roadmapping) kurz beschrieben und auf ihre Eignung für die integrierte strategische Planung technologischer Innovationen bewertet. Es zeigt sich, dass keine der Methoden allein in der Lage ist, allen Anforderungen des Konzepts gerecht zu werden. Die Analysen legen die Vermutung nahe, dass eine Kombination aus Technologie-Roadmapping und Quality Function Deployment für die Erfüllung der Anforderungen wegweisend ist. Ausgehend von den Ergebnissen der Kapitel 1, 2 und 3 wird in Kapitel 4.1 das Konzept einer neuen Methodik, des Technology Roadmap Deployment (TRD), vorgestellt. TRD ist eine regelbasierte Vorgehensweise zur Entwicklung von Technologie-Roadmaps, die auf bestehenden wissenschaftlichen und praktischen Erkenntnissen zum Technologie-Roadmapping aufbaut, aber um Aspekte des in starkem Maße regelbasierten Quality Function Deployment ergänzt wird. Es zeichnet sich durch den systematischen Abgleich von (unternehmensexternem) strategischem technologischen Innovationsfeld und (unternehmensinterner) strategischer technologischer Innovationseinheit aus und ermöglicht unter gleichzeitiger Integration von Zeitdauer- und Zeitpunktentscheidungen die integrierte strategische Planung technologischer Innovationen. Durch die Ergänzung des Technologie-Roadmapping um das Quality Function Deployment wird es möglich, die Schwächen des Technologie-Roadmapping bezüglich der integrierten Planung strategischer technologischer Innovationen zu vermeiden. Die Detaillierung des Konzepts ist Gegenstand des Kapitels 4.2. Hier erfolgt die Ausgestaltung der sechs Ebenen der Technology Roadmap Deployment-Roadmap mit Konzepten, die den spezifischen Problemen der Planung der unternehmensexternen Markt-, Produkt-, Komponenten- und Technologieebene sowie der unternehmensinternen Projekt- und Ressourcenebene Rechnung tragen. Im Anschluss an die Konzipierung und Detaillierung der neuen Methodik erfolgt in Kapitel 4.3 deren Bewertung anhand der in Kapitel 3 entwickelten Anforderungen. Da diese Anforderungen leitend für die Entwicklung des TRD waren, fällt die Bewertung in Kapitel 4.3 entsprechend positiv aus. Die Entwicklung der Methodik im industriellen Umfeld bei der Robert Bosch GmbH sicherte bereits während ihrer theoretischen Konzipierung und Detaillierung den kontinuierlichen Abgleich mit der Unternehmenspraxis. Der empirische Nachweis, dass die Methodik auch tatsächlich anwendbar und nützlich ist, erfolgt jedoch erst in Kapitel 5 anhand einer Fallstudie mittels qualitativer Sozialforschung. In Kapitel 5.1 werden durch eine Pilotanwendung die Anwendbarkeit, in Kapitel 5.2 durch Experteninterviews der Nutzen der neuen Methode erhoben. Die Untersuchungen zeigen, dass das Technology Roadmap Deployment sowohl anwendbar als auch nützlich ist und sich daher für die integrierte strategische Planung technologischer Innovationen grundsätzlich eignet. Die Arbeit endet in Kapitel 6 mit der Zusammenfassung und kritischen Würdigung der erzielten Ergebnisse und einem Ausblick auf die weitere Entwicklung.

Autorinnen und Autoren

Autorinnen und Autoren

Zernial, Philip

Gutachterinnen und Gutachter

Schröder, Hans-Horst

Identifikationsnummern

  • URN: urn:nbn:de:hbz:82-opus-25235
  • REPORT NUMBER: RWTH-CONV-112845