Exzellenzcluster „Internet of Production“

  Bild "Internet of Pruduction" Urheberrecht: TIME Research Area

DIE ZUKUNFT DER DIGITALISIERUNG IN DER PRODUKTION „MADE IN AACHEN“

Das Internet – in seiner Bedeutung als weltweites sozio-technisches Netzwerk – hat die Verfügbarkeit von Daten und Wissen revolutioniert. Mit dem Konzept des Internets der Dinge (IoT für engl. Internet of Things) wurde die Idee auf die physikalische Welt übertragen. Dem Internet of Production (IoP) liegt die Vision zugrunde, ein neues Niveau der domänenübergreifenden Kollaboration zu ermöglichen, indem semantisch adäquate und kontextbezogene Daten aus Produktion, Entwicklung und Nutzung in Echtzeit und angepasster Granularität zur Verfügung gestellt werden. Den zentralen wissenschaftlichen Ansatz hierfür stellen Digitale Schatten als anwendungsspezifisch aggregierte und multi-perspektivische Datensätze dar. Im Exzellenzcluster wird eine konzeptionelle Referenzinfrastruktur entworfen und implementiert, welche die Generierung und Nutzung der Digitalen Schatten ermöglicht.

Zur Umsetzung des Internet of Production (IoP) haben sich renommierte Aachener Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Produktionstechnik, Informatik, Werkstoffwissenschaften sowie Wirtschaftswissenschaften formiert. Gemeinsam stellen sie sich den interdisziplinären Herausforderungen und neuen Methoden des ganzheitlichen Arbeitens, die die Integration von reduzierten produktionstechnischen Modellen in datengetriebenes Machine Learning mit den Zielen eines domänenübergreifenden Wissensaufbaus sowie kontext-adaptiven Handlungen, adressiert.

Das Institut für Technologie- und Innovationsmanagement (TIM) leitet als Koordinator gemeinsam mit dem Institut für Arbeitswissenschaften (IAW) das Subcluster „Integrated Usage“. Die Vision ist es, innerhalb eines Nutzerzyklus Daten über die Nutzung von Produkten zu sammeln und den anderen Domains zur Verfügung zu stellen, um Produkte und Prozesse zu entwickeln und zu verbessern. Um dies zu erleichtern, konzentriert sich der Forschungsbereich auf eine interne Perspektive (IAW), wie die Benutzerakzeptanz des IoP selbst und eine externe Perspektive (TIM), wie die Erstellung und Verwendung plattformbasierter Geschäftsmodelle.

Die externe Perspektive fokussiert sich darauf, Governance-Modelle für verschiedene Offenheitsgrade von Plattformgeschäftsmodellen abzuleiten, um die Wertschöpfung für das IoP zu maximieren. Konkrete Ziele umfassen:

  1. IoP als offenes Ökosystem für Maschinen und Produkte, die während des Nutzungszyklus entstehen, zu etablieren
  2. Spannung zwischen Offenheit und Kontrolle so zu steuern, dass eine Wertschöpfung für alle Beteiligte stattfindet
  3. Ein Set managementfähiger Entscheidungsfaktoren für den Aufbau einer Industrieplattform rund um IoP zur Verfügung zu stellen

Förderinstitution:
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) im Rahmen der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder

Forschungspartner im CRD-D2 (Integrated Usage):
Prof. Dr. Brecher (WZL-WM / IPT)
Prof. Dr. Jarke (DBIS / FIT)
Prof. Dr. Poprawe (LLT / ILT)
Prof. Dr. Schuh (WZL-PS / IPT)

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Ansprechpartner

Name

Frank Thomas Piller

Institute for Technology & Innovation Management (TIM)

Telefon

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+49 241 80 93523

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Ansprechpartner

Name

Marc van Dyck

Institute for Technology & Innovation Management (TIM)

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