Network, network position and the deal flow of venture capital firms

  • Netzwerk, Netzwerkposition und der Deal Flow von Venture Capital Gesellschaften

Böhner, Ingo; Brettel, Malte (Thesis advisor)

Aachen : Publikationsserver der RWTH Aachen University (2007)
Doktorarbeit

Aachen, Techn. Hochsch., Diss., 2007

Kurzfassung

Basierend auf den Perspektiven, wie Netzwerke Sozialkapital schaffen, analysiert diese Arbeit die Positionen, die Venture Capital Gesellschaften (VCG) in ihrem Syndizierungsnetzwerk innehaben und bestimmt die Auswirkung von Netzwerkpositionen auf die Deal Flow Quantität und Qualität. Der Ansatz der Netzwerkschließung (Coleman 1988) betont, dass kohäsive Netzwerkstrukturen kooperatives Verhalten von Akteuren fördern. Im Gegensatz hierzu stellt der Ansatz offener Netzwerkstrukturen (Granovetter 1973, Burt 1992) heraus, dass Netzwerke, die durch schwache Verbindungen und strukturelle Löcher gekennzeichnet sind, die Autonomie von Akteuren und deren Fähigkeit unterstützen, flexibel neue Gelegenheiten, die sich ergeben, zu identifizieren. Diese beiden Theoriestränge führen zu unterschiedlichen Vorhersagen darüber, welche strukturellen Charakteristika des Syndizierungsnetzwerks von VCG für die Generierung von Deal Flow von Vorteil sind. Mit Daten über syndizierte Investitionen im deutschen Venture Capital Markt und Daten zum Deal Flow von VCG zeigt der Autor, dass diejenigen VCG Wettbewerbsvorteile in Bezug auf Deal Flow Quantität und Qualität haben, deren Netzwerkposition durch offene Netzwerkstrukturen gekennzeichnet ist. Es haben speziell die VCG eine höhere Deal Flow Quantität und Qualität, die Zugang zu nicht-redundanten Informationsquellen haben, die in ihren Handlungsmöglichkeiten in geringerem Maße durch die Netzwerkstrukturen ihrer direkten Kontakte eingeschränkt werden und die multiple Möglichkeiten besitzen, andere VCG im Netzwerk zu erreichen. Basierend auf den Analysen leitet der Autor verschiedene Empfehlungen für VCG ab, wie diese ihre Deal Flow Quantität und Qualität verbessern können. Zusätzlich ist die Arbeit ein Beitrag für die wissenschaftliche Diskussion über den Zusammenhang zwischen Sozialkapital, sozialen Netzwerken und die Auswirkungen auf die Leistung individueller Akteure.

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